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Marienwanderung

Auf der Spur Eremiten und heiliger Könige    

All-inclusive Pilgerwanderung auf dem Marienweg

  •    Dauer: 15 Tage/14 Nächte
  •    Datum: jederzeit für Gruppen mit mindestens 6 Personen (auf Anfrage)
  •    Strecke: Bakonybél – Majkpuszta – Tata – Esztergom/Gran (Ungarn)
  •    Entfernung: 175 km (~16 km/Tag)
  •    Schwierigkeitsgrad: 2/5 (einfach)
  •    Preis: ab 690 €

Kurze Beschreibung der Pilgerfahrt

Vom Sankt-Mauritius-Kloster der Benediktiner von Bakonybél brechen wir auf dem Marienweg nach Zirc auf. Dem Weg des hier einst als Eremit tätigen Heiligen Gerhard von Csanád (um 980-1046) folgend, kommen wir durch malerisch schönen Schluchttäler nach Esztergom/Gran, Zentrum des mittelalterlichen Ungarischen Königreichs, das bis zum heutigen Tag auch erzbischöflicher Sitz des tausendjährigen ungarischen Christentums ist. Wir krönen unsere Reise mit einer Schifffahrt auf der Donau: nichts ist faszinierender, als die Ankunft im wunderschönen Budapest, der Perle der Donau, als es gerade im abendlichen Lichtflut glänzt.

Klicken Sie und scrollen Sie nach unten für weitere Informationen:

  • Kulturprogramme und Reiseleitung in 6 Orten: Bakonybél, Zirc, Székesfehérvár, Majkpuszta, Tata, Esztergom
  • Nächtliche Himmelsbeobachtung in der Sternwarte von Bakonybél (Pannon Csillagda)
  • Schifffahrt nach Budapest durch die malerische Donauknie
  • Abschiedsabendessen & kleine Überraschung
  • Pilgerpass & Urkunde
  • …und all diese in der Gesellschaft von anderen netten PilgerInnen

1. Tag

  • Mittagessen: Drei-Gänge-Menü
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü

Unterkunft in Bakonybél:

  • Hotel Bakony***

Das nette, mittelgroße Hotel mit einem schönen Park liegt nah zu dem Wald und nicht weit von der Benediktinerabtei von Bakonybél.

 


2. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Hotel Bakony)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs, im Wald)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant vom Gasthaus Rézkakas)

Unterkunft in Zirc:

  • Gasthof Amberg (Doppelzimmer) und
  • Gasthaus Rézkakas (Einzelzimmer)

Beide Unterkünfte liegen nah zu einander und zu der Zisterzienserabtei von Zirc. Sie sind familiengeführt, mit vollem Komfort und haben ländliche Stil.


3. Tag

  • Frühstück: reiches kontinentales Frühstück – im Restaurant vom Gasthaus Rézkakas (Zirc)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs, im Wald)
  • Abendessen: Zwei-Gänge-Menü (im Gasthaus)

Unterkunft in Csesznek:

  • Gasthaus Erzsébet

Ein nettes, familiengeführtes Gasthaus in der Nähe der Burg Csesznek.

 


4. Tag

  • Frühstück: in Buffetform
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs, im Wald)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant des Gasthofs zum Öreg Prés)

Unterkunft in Mór:

  • Gasthof zum Öreg Prés

Ein mittelgroßes, familiengeführtes Gasthof guter Qualität, wo die Eigentümer bei der Renovierung die ehemalige Stil des Dorfs und Gebäudes bewahren wollten. Bei der Einrichtungen kann man österreichische, schwäbische Motiven erkennen.


5. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Gasthof zum Öreg Prés)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs, im Wald)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant vom Schlosshotel Károlyi)

Unterkunft in Fehérvárcsurgó:

  • Schlosshotel Károlyi

Dieses Luxushotel wurde im Schloss von Grafen Károlyi errichtet, so werden Sie Teilnehmer des Lebens der Aristokraten im 19. Jahrhundert Ungarns einige Tage lang.

 


6. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Restaurant vom Schlosshotel Károlyi)
  • Mittagessen: Drei-Gänge-Menü (in Székesfehérvár)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant vom Schlosshotel Károlyi)

Unterkunft in Fehérvárcsurgó:

  • Schlosshotel Károlyi

gleich wie vorherige Nacht

 


7. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Restaurant vom Schlosshotel Károlyi)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant des Gasthofs zum Öreg Prés)

Unterkunft in Mór:

  • Gasthof zum Öreg Prés

gleich wie am 4. Tag.

 


8. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Gasthof zum Öreg Prés)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant der Unterkunft)

Unterkunft in Oroszlány:

  • Pension Czermann

Einfache Pension in Oroszlány, zentral gelegen. Oroszlány ist ein gutes Beispiel der Architektur in der kommunistischen Ära.

 


9. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (in der Pension Czermann)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant des Hotels)

Unterkunft in Tata:

  • Hotel Kristály Imperial ****

Das Luxushotel ist eines der ältesten Hotels von Ungarn, dessen Gründung ganz zu den 1770er Jahren zurückreicht. Dem Hotel gehören ein 240 Quadratmeter großes Wellnesszentrum mit Jacuzzi, Swimmingpool, Saunas und verschiedenen Wellness- und SPA-Behandlungen.


10. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Hotel)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant des Hotels)

Unterkunft in Tata:

  • Hotel Kristály Imperial ****

gleich wie vorherige Nacht

 


11. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Hotel Kristály Imperial)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Zwei-Gänge-Menü (im Restaurant der Pension)

Unterkunft in Tardos:

  • Pension Kemencés – Tardos

Diese kleine, aber komfortable Pension hat eine sehr gute Küche.

 


12. Tag

  • Frühstück: reiches kontinentales Frühstück (in der Pension Kemencés)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Ein-Gang-Menü (im Speisesaal des Gästehauses)

Unterkunft in Péliföldszentkereszt:

  • Gästehaus von Salesianer Don Bosco

Ein sehr bescheidenes, aber sauberes und nettes Haus, alle Zimmer haben eigenes Badezimmer – nur die Einrichtungen und die Stil des Zimmers sind ein bisschen altmodisch.

 


13. Tag

  • Frühstück: einfaches kontinentales Frühstück (im Speisesaal des Gästehauses)
  • Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)
  • Abendessen: Drei-Gänge-Menü (im Restaurant des Hotels)

Unterkunft in Tát:

  • Hotel Öreg Halász

Ein kleines und ordentliches Hotel am Ufer der Donau.

 


14. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (im Hotel Öreg Halász)
  • Mittagessen: Ein-Gang-Menü in einem einfachen Restaurant am Rande von Esztergom
  • Abendessen: Abschiedsabendessen (in einem eleganten Restaurant in Esztergom: Prímás Pince)

Unterkunft in Esztergom:

  • Pension Basilica****

Sie ist eine schöne, erstklassige Pension mit Wellnesseinrichtungen (Jacuzzi, Saunen), die nur wenige Schritte von der Esztergom Basilika entfernt liegt.

 


15. Tag

  • Frühstück: in Buffetform (in der Pension Basilica)
  • Mittagessen: Drei-Gänge-Menü (in einem Restaurant in Esztergom)

 

 

  Basic package: 690 € All inclusive package: 1508 €
Unterkunft Pensionen und Gasthäuser;
Doppelzimmer, meistens mit eigenem Bad
Hotels (zwei von ihnen Wellnesshotel) und Pensionen von hoher Qualität;
Doppelzimmer mit Bad
EZ-Zuschlag 200€ 250€
Verpflegung Einfaches Frühstück + warmes Abendessen Frühstück + warmes oder eingepacktes Mittagessen (abhängig von der Erreichbarkeit der Gasthäusern) + warmes Abendessen
Führungen An 5 Orten: Kloster Bakonybél, Abtei Zirc, Eremiteneinsiedlung Majk, Stadt Tata & Esztergom An 5 Orten: Kloster Bakonybél, Abtei Zirc, Eremiteneinsiedlung Majk, Stadt Tata & Esztergom
Gepäckbeförderung ja ja
Begleitendes Auto ja ja
Begleitende Person PilgerwirtIn, der/die das Begleitauto fährt, Informationen gibt und alles arrangiert, läuft aber nicht mit.
Spricht Ungarisch und Deutsch/Englisch.
Pilgerwirt (s. Basic Package)
+ PilgerleiterIn, der/die den ganzen Tag mit der Gruppe geht.
Spricht Ungarisch und Deutsch/Englisch.
Nächtliche Himmelsbeobachtung in der Sternwarte Bakonybél nein ja
Weinprobe in Mór nein ja
Donauschifffahrt (Esztergom–Budapest) nein ja
Eintrittskarten nein ja
Infopaket & Landkarte nein ja
Fahrt nach Bakonybél und von Esztergom nein Transfer vom/zum Flughafen von Budapest
Versicherung nein nein

Die Gebühren gelten für Gruppen von mindestens 10 Personen.

Es ist auch möglich, die Elemente der beiden Packages zu mischen (z.B. Basic Package + Winprobe). Falls Sie solche Wünsche haben, schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an.

Sankt-Gerhard-Kapelle, Bakonybél

1. Tag (Bakonybél)

Wir warten auf unsere Gäste entweder in der Bushaltestelle von Bakonybél oder am Bahnhof von Zirc in dem vereinbarten Zeitpunkt, dann fahren wir zusammen zu unserer gemeinsamen Unterkunft. Nach dem Mittagessen halten wir eine Stadtrundfahrt in Bakonybél, die wir mit der Besichtigung des vor tausend Jahren gegründeten Sankt-Mauritius-Klosters von Bakonybél anfangen, wo die Benediktiner Mönche ihr gemeinschaftliches Leben im Jahre 1998 wieder aufgenommen haben. Mit Hilfe unseres Reiseleiters lernen wir zunächst die tausendjährige Geschichte des im Urwald des Bakonygebirges versteckten kleinen Mönchsklosters kennen und gewinnen dann auch in seine Alltagswelt Einblick.

Im Zuge des Nachmittags gibt es Möglichkeit zur stillen Vertiefung und Kontemplation, und nach dem Abendbrot können wir an der abendlichen Gebetsstunde der Benediktinergemeinschaft teilnehmen (ungarnsprachiges Completorium). Wir schließen den Tag in der nahen Pannon-Sternwarte (Pannon Csillagda), wo die Beobachtung des nächtlichen Himmels dank der außerordentlich niedrigen Lichtverschmutzung ein einzigartiges Erlebnis bietet.

Unsere später ankommenden Gäste können sich den Nachmittagsprogrammen je nach Wunsch anschließen.

Mittagessen: im Restaurant

Unterkunft: Hotel (Bakonybél)

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Mönchshabite (Benediktiner)

2. Tag (Bakonybél – Nagy-Som-hegy – Zirc)

Distanz: 14 km | Höhenunterschied: +540 m, -360 m

Unsere Pilgerfahrt beginnt! Der erste Ziel unseres heutigen Tages ist die bekannten Bernstein-Brunne (Borostyán-kút) von wundervoller Schönheit, bei dem der Bischof Sankt Gerhard von Csanád der Überlieferung nach als Eremit lebte, nachdem er sich nach der Erziehung des Thronerben Fürst Imre vom öffentlichen Leben zurückgezogen hatte. Von hier gehen wir zu dem Fuße des besonders geschützten Nagy-Som-Berges weiter. Nach einer Pause gehen wir in die Richtung des uralten Zirc weiter spazieren, wo sich das Zentrum des ungarischen Zisterzienserordens befindet. Unser Fremdenführer stellt uns das aus der Benediktinergemeinschaft des 11. Jahrhunderts geborene neue mönchische Lebensideal vor, und wir besuchen die zur Besichtigung zugelassenen Teile der Zisterzienserabtei von Zirc (barocke Abteikirche, Gruft, mittelalterlicher Ruinengarten, denkmalgeschützte Bibliothek und das Arboretum).

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension und Gasthaus (Zirc)

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Wald im Bakonygebirge

3. Tag (Zirc – Ördög-árok – Bakonyoszlop)

Distanz: 14 km | Höhenunterschied: +300 m, -440 m

An diesem Morgen setzen wir unseren Weg Richtung Nord fort: zuerst wandern wir im malerischen Tal des Cuha-Bachs, dann nach Osten haltend, erreichen wir den Eingang der Ördög-árok (Teufelsgrube). In der winkeligen, sich schlängelnden Schlucht kommen wir zum engsten Punkt des 2 km langen Weges (Gisella-Pass oder Ördög-Damm) und steigen dann auf einer eisernen Leiter auf den 4-5 Meter tiefer weiterführenden Pfad hinunter. Die Endstation unseres Weges ist in Bakonyoszlop, von wo aus wir unsere Unterkunft mit Auto erreichen: das am Fuß der siebenhundert Jahre alten Burg von Csesznek stehende Dorfgasthaus. Nach der Besetzung der Unterkunft „besetzen“ wir auch die – infolge eines Blitzschlags – zu Trümmern gewordene Burg.

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension und Gasthaus (Zirc)

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Burg von Csesznek

4. Tag (Bakonyoszlop – Csatka – Nagyveleg)

Distanz: 19 km | Höhenunterschied: +330 m, -380 m

Wir setzen unsere Pilgerfahrt von Bakonyoszlop auf dem Marienweg fort. Zunächst passieren wir die nur aus einigen Häusern bestehende Koromla-Pussta und kommen nach Csatka und dem für seinen Wallfahrtsort berühmten Szentkút (Heiligenbrunnen), das um den 8. September in den letzten Jahren von immer mehr Pilgern zigeunerischer Nationalität aufgesucht wird. Die hierher kommenden rumänischen Zigeuner huldigen nicht nur der Heiligen Jungfrau, sondern suchen Ehemänner für ihre Töchter und verkaufen jedweden Krimskrams, während überall Gesang, Tanz und Musik zu hören ist. Unsere Strecke führt bis Nagyveleg, von wo aus wir mit dem Auto unsere Unterkunft in Mór erreichen. Mór ist für seine Weine berühmt, so können wir am Abend auch an einer Weinprobe teilnehmen, wo unsere Gäste die feinen ungarischen Weine ausprobieren können.

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension (Mór)

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Schloss von Fehérvárcsurgó

5. Tag (Nagyveleg – Gaja-Schlucht– Fehérvárcsurgó)

Distanz: 15 km | Höhenunterschied: +280 m, -320 m

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Auto nach Nagyveleg zurück und setzen unseren Weg von hier weiter. Gegen Ende des Tages erreichen wir die malerische Gaja-Schlucht, wo sich Jóska Sobri, einer der bekanntesten ungarischen Betyáren (Räuber) mit seinen Kumpanen versteckte. Unseren letzten Berg durchzuklettern kommen wir neben Kalvarien in Bodajk an, das der erste ungarische Wallfahrtsort ist. In Bodajk können wir mit eigenen Augen die Zeugnisse von vielen wunderbaren Heilungen ansehen.  Von hier aus werden wir mit dem Auto unsere aktuelle Unterkunft im klassizistischen Schloss der Grafen von Károlyis erreichen, in dem ein altehrwürdiges Schlosshotel errichtet wurde.

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Schlosshotel (Fehérvárcsurgó)

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Székesfehérvár, Straße

6. Tag (Székesfehérvár / Stuhlweißenburg)

Am heutigen Tag lernen wir Székesfehérvár / Stuhlweißenburg, die einstige Krönungsstadt der ungarischen Könige kennen. Laut der im Mittelalter entstandenen Überlieferung war die Krönung nur in dem Fall gültig, wenn der künftige Herrscher vom Erzbischof von Esztergom / Gran in Székesfehérvár / Stuhlweißenburg mit der Heiligen Krone gekrönt wurde. Wir haben dieselbe Unterkunft wie am vorigen Tag.

Mittagessen: im Restaurant

Unterkunft: Schlosshotel (Fehérvárcsurgó)

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Weizen entlang des Marienweges in Ungarn

7. Tag (Fehérvárcsurgó – Bodajk – Csókakő – Burg Csókakő )

Distanz: 14 km | Höhenunterschied: +320m , -220 m

In der ersten Hälfte unseres heutigen Tages führt unser Weg in dem vorgestern bewanderten Gaja-Schluchttal, dann gehen wir wieder Bodajk durch. Von hier aus setzen wir unseren Weg in Richtung Csókakő, wo wir uns nach einem kurzen Bergabhang an den imposanten Ruinen der nach dem Mongolensturm von 1241-42 errichteten Burg von Csókakő ergötzen können. Unsere Unterkunft befindet sich im etwas ferner liegenden Mór, das wir mit Auto erreichen.

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension (Mór)

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Mönchszellen (Häuschen) in Majk

8. Tag (Csókakő – Oroszlány – Majkpuszta)

Distanz: 21 km | Höhenunterschied: +400 m, -440 m

Am heutigen Tag legen wir die längste Tagesstrecke unserer Pilgerfahrt zurück, die uns immer zwischen Bergen – weit von der Zivilisation und den Straßen – führen wird. So gibt es nach der Abfahrt am Morgen keine Möglichkeit mehr, während des Tages in den begleitenden Wagen einzusteigen.

Am Anfang unseres Pilgerweges müssen wir einen Höhenunterschied von 300 Meter bewältigen, um dann über Szentgyörgyvár-Pussta nach Oroszlány zu kommen. Diese mittelalterliche Ortschaft ist heute schon dafür berühmt, dass die während des Sozialismus hier tätigen Kohlenbergwerke das Image des Dorfes umwandelten. An diesem Tag haben wir die Möglichkeit die bei Oroszlány liegende Kamaldulenser Einsiedelei in Majk näher kennenzulernen. Unsere heutige Unterkunft werden wir in Oroszlány, in einem Musterbeispiel der kommunistisen Ära in Ungarn haben.

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension (Oroszlány)

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Gräber

9. Tag (Majkpuszta – Csákányospuszta – Felsőgalla – Tata)

Distanz: 17 km | Höhenunterschied: +500 m, -500 m

Nach der Erforschung der Geheimnisse der Kamaldulenser Eremiten wandern wir durch jenes Gebirge, wo das ins Ungarische Königreich eindringende römisch-deutsche Heer eine große Niederlage erlitt: die Soldaten sollen während der Flucht sogar ihren Harnisch weggeworfen haben, daher der Name „Vértes“ (vért=Harnisch).

Im Zuge unseres Weges erblicken wir den verlassenen Friedhof von Körtvélyespuszta, der langsam und milde wieder vom Wald vereinnahmt wird. Dann, die Felsen der wildromantischen Marien-Schlucht hinter uns lassend, kommen wir zur Abzweigung des Marienweges, wo wir nach Esztergom abbiegen. Wir beenden die heutige Strecke bei Tatabánya (Felsőgalla), von wo aus wir unsere Unterkunft in Tata mit Auto erreichen.

Mittagessen: Lunchpaket (unterwegs)

Unterkunft: Hotel (Tata)

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Burg von Tata

10. Tag (Tata)

Am Vormittag können wir die historischen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt von Tata kennen lernen: die am Ende des 14. Jahrhunderts erbaute Burg, welche die Habsburgischen Heere 1597 mit Hilfe eines größeren Sprenggefässes von den Türken zurückeroberten. Danach machen wir einen Spaziergang in der am Seeufer erbauten mit barocken Perlenstücken geschmückten Stadt (Esterházy-Schloss (von außen), Pfarrkirche, Kalvarienberg, Wassermühlen, Englischer Park, freistehender Glockenstuhl, Kapuzinerkirche).

Am Nachmittag werden Sie Zeit haben, die Umgebung mit Fahrrad als fakultatives Program zu entdecken oder auf dem Tataer See Kanu fahren, um sich ein bisschen auszuschalten.

Mittagessen: im Restaurant

Unterkunft: Hotel (Innenstadt von Tata)

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Wald

11. Tag (Tata – Tardos)

Distanz: 12,5 km | Höhenunterschied: +500 m, -350 m

An diesem Tag gehen wir nicht auf dem Marienweg weiter, sondern ausnahmsweise auf dem Jakobsweg, der nach Santiago de Compostela führt. Morgen werden wir uns wieder zum Marienweg anschalten. Heute früh verlassen wir Tata durch den wunderschönen Englischen Garten, bald unter Weinplantagen kommen wir ins Wald. Während unserer Wanderung gelingen wir immer höher und höher bis wir unsere Unterkunft in Tardos erreichen. Diese Gemeinde wurde von den Slovaken gegründet. Außer dem slovakischen Dorfmuseum lohnt es sich auch das Rundfunkmuseum zu besichtigen, wo ca. 150 Rundfunkgeräte aus dem letzten 100 Jahren ausgestellt sind. Diese sind in sehr gutem Zustand, alle funktionieren noch, Sie selbst dürfen die Geräte probieren.

Mittagessen: Luckpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension und Gasthaus (Tardos)

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Mahnmal in Pusztamarót

12. Tag (Tardos – Pusztamarót – Péliföldszentkereszt)

Distanz: 15 km | Höhenunterschied: +520 m, -630 m

Der heutige Tag wird der schwerste auf unserer Pilgerfahrt, da wir außer der Entfernung auch einen bedeutenden Höhenunterschied zu bewältigen und auf den höchsten Punkt des Gerecse-Gebirges hinaufzusteigen haben. Dafür werden wir aber von der unberührten Natur und der Ruge entschädigt. 

Nach dem Zurücklegen der ersten großen Strecke kommen zum Schauplatz einer großen, aber zu Unrecht vergessenen historischen Tragödie, nach Pusztamarót. Nachdem Buda, das Zentrum des Landes von den türkischen Heeren 1541 besetzt worden war, verschanzte sich hier ein sich aus lokalen Männern zusammensetzendes Heer von bedeutender Anzahl. Die türkische Übermacht hat aber den Widerstand des lokalen Heeres zermürbt: in den Kämpfen starben 20-25 Tausend Ungarn und viele gerieten in türkische Gefangenschaft.

Nach der Gedenkstätte in Pusztamarót kommen wir am Ende des Tages in Péliföldszentkereszt an, wo das Gästehaus der Salesianer Don Boscos eine Erholung für unsere im Wandern ermüdeten Körper und Seelen bietet.

Mittagessen: Luckpaket (unterwegs)

Unterkunft: Gasthaus (Péliföldszentkereszt)

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Lavendel im Fenster

13. Tag (Péliföldszentkereszt – Tokod – Nagy-Gete – Dorog)

Distanz: 16 km | Höhenunterschied: +720 m, -760 m

Das einst Templer, Eremiten und Nazarenermönche aufnehmende Péliföldszentkereszt ist zum bekannten Wallfahrtsort geworden, als 1730 ein seit seiner Geburt hinkender Bube hier geheilt wurde. Fünf Jahre später wurde es zum offiziellen Wallfahrtsort erklärt, und Papst Benedikt XIV. nahm das hier aufbewahrte kleine Stück des Heiligen Kreuzes als authentische Reliquie an. Der Wallfahrtsort wird heute von den Salesianern Don Boscos betrieben, die die ruhebedürftigen Gäste, Pilger empfangen.

Die größte Herausforderung auf unserem Weg wird die Bewältigung eines besonders steilen Bergabhangs sein, damit wir uns später, bei gutem Wetter, an einem malerischen Panorama von dem Gipfel des Nagy-Gete ergötzen können. Wir gehen am Dorf Csolnok vorbei, wo wir jener politischen Gefangenen gedenken können, die Anfang der 1950-er Jahre zur Bergwerksarbeit verurteilt und im beim Dorf befindlichen Arbeitslager gefangen gehalten wurden. Von hier hinuntersteigend, wandern wir in Richtung des für seinen Kohlenbergbau berühmten Dorog. Unsere Unterkunft befindet sich aber etwas ferner vom Pilgerweg, am Donauufer (Tát), das wir mit Auto erreichen.

Mittagessen: Luckpaket (unterwegs)

Unterkunft: Pension (Tát)

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Esztergom basilika

14. Tag (Dorog – Esztergom / Gran)

Distanz: 10 km | Höhenunterschied: fast 0 m

Am heutigen Tag kommen wir endlich zum Ziel unserer Pilgerreise, Esztergom / Gran. Auf unserem heutigen Weg werden wir fast überall von unserem Ziel begleitet: das sich ständig nähernde Bild der Basilika von Esztergom / Gran. Von Dorog ausgehend, kommen wir auf einem ständig ebenen Gelände nach dem am Donauufer liegenden Esztergom / Gran, dessen Herz die über dem Fluss emporragende ehemalige königliche Burg und die auf der Stelle des mittelalterlichen Doms errichtete Basilika von Esztergom / Gran ist.

Beim Abschiedsabendbrot feiern wir das Ende unserer Pilgerfahrt, die Erinnerungsurkunden werden übergeben und wir werden noch eine kleine Überraschung haben.

Mittagessen: im Restaurant

Unterkunft: Pension (Esztergom)

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König Stephan I. der Heilige

15. Tag (Esztergom / Gran – Budapest)

Entfernung & Höhenunterschied: fast keine

Heute suchen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Esztergom / Gran auf: die auf der Stelle des Sankt-Adalbert-Doms erbaute Basilika von Esztergom, wo wir die Gestalten des staatsgründenden Königs Stephan I. des Heiligen, des Fürsten Emmerich (Imre) des Heiligen, der Mutter und Ehefrau Gisela von Bayern der Seligen und des Erziehers Gerhard des Heiligen noch einmal in Erinnerung rufen können. Bei diesem Anlass können wir – je nach Wunsch – auch an einer katholischen Heiligen Messe teilnehmen (in ungarischer Sprache).

Dann besichtigen wir das neben der Basilika stehende Burgmuseum, wo wir beim Spaziergang im achthundertjährigen Gebäude mit Hilfe unseres Fremdenführers die stürmische Geschichte der Entstehung der königlichen Burg und des mittelalterlichen ungarischen Staates kennen lernen können. Nach dem Museum folgt die Stadtbesichtigung, dann fahren wir auf einem Schiff nach dem im abendlichen Glanz badenden zauberhaft schönen Budapest zurück. Und vielleicht gelingt es uns am Ende unseres Weges zu erkennen, dass unser ganzes Leben eine wundervolle Pilgerfahrt ist…

Mittagessen: im Restaurant

Form ID: 2003 Not Found

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Unsere Reiseroute auf dem Marienweg. Klicken Sie auf die Karte zu den Google Maps!

 

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